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Vermarktung der TV-Rechte

 
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A.F.C. Wuppertal
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
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BeitragVerfasst am: 09.10.2007, 18:35    Titel: Vermarktung der TV-Rechte Antworten mit Zitat

www.kicker.de vom 09.10.2007:

Kirch erlebt Comeback

Nach einer Marathon-Sitzung hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am späten Dienstagnachmittag bekannt gegeben, dass sich die 36 Vereine für eine Zusammenarbeit mit Leo Kirch entschieden haben. Demnach soll Kirch die Medienrechte der Spiele der ersten und zweiten Bundesliga von 2009 bis 2015 vermarkten.

Die von Kirch gegründete Firma Sirius, eine Tocher der Kirch-Agentur KF 15, wird die kommenden beiden Ausschreibungen im deutschsprachigen Raum durchführen. Dies gab der DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball nach der Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main bekannt.

Kirchs Firma zahlt demnach von der Saison 2009/10 an für sechs Jahre insgesamt drei Milliarden Euro an die DFL und wird die TV-Rechte, die im Herbst ausgeschrieben werden sollen, im Auftrag der 36 deutschen Fußball-Profivereine weiterverkaufen.

Die Klubs erhoffen sich vom erneuten Einstieg Kirchs einen Anstieg der Einnahmen. Für die drei Spielzeiten von 2006 bis 2009 kassieren die Vereine pro Saison 420 Millionen Euro aus der TV-Vermarktung. Kirch werde als Zwischenhändler die TV-Rechte an Fernsehanstalten und andere elektronische Medien weiterverkaufen.

Bereits im Vorfeld der Entscheidung hatten ZDF und Premiere Verhandlungsbereitschaft auch mit Kirch signalisiert. "Das Outsourcing ist Sache der DFL, da werden wir uns nicht Einmischen", so ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender am Montag. Höhere Ausgaben als bisher lehnte Brender allerdings ab: "Wir werden für vergleichbare Rechte nicht mehr bezahlen als bisher." Der Sender des traditionellen "Aktuellen Sportstudios" zeigte sich aber skeptisch: "Man muss nur in die jüngeren Archive schauen, um zu sehen, dass auf einen Preis-Turbo meist eine Bauchlandung folgt", so Brender in Anspielung auf Kirchs Insolvenz, die die Liga in eine finanzielle Krise gebracht hatte.

Auch der Pay-TV-Sender Premiere hatte sich verhandlungsbereit gezeigt: "Premiere verhandelt mit jedem, der die Rechte hat, für die wir uns interessieren", so Vorstandsmitglied Carsten Schmidt gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Premiere ist nach dem Aus von Arena wieder der größte Geldgeber der Liga. Die ARD hatte sich im Vorfeld bedeckt gehalten.

Wie die DFL in einer Pressemitteilung verlautbaren ließ, habe man sich "im Sinne von Clubs und Fans ... nach intensiver Marktanalyse und sorgfältiger Prüfung zahlreicher Modelle für eine Lösung entschieden, die strategisches Wachstum, Innovation und Sicherheit verbindet." Das neue Modell befände sich in der Abstimmung mit den Kartellbehörden.

Mit einem Viertel Enthaltungen und nur einer Gegenstimme vom Hamburger SV wurde der Deal schließlich mit einer Dreiviertelmehrheit abgesegnet. "Wir haben im Vorstand intensiv darüber diskutiert und uns ausgiebig mit der Zukunft der Bundesliga befasst", berichtete Rauball.

Kirch garantiere eine Summe von 500 Millionen Euro pro Saison, was eine Steigerung von rund 20 Prozent gegenüber den 420 Millionen Euro bedeuten würde, die die DFL momentan pro Spielzeit erhält. Die DFL gründet zudem eine Auslandsgesellschaft zur internationelen Vermakrtung. Dies soll im Zeitraum 2009 bis 2015 Erlöse in Höhe von 460 Millionen Euro bringen.

Sicherheit biete die Stellung einer Bankbürgschaft in Höhe von 100 Prozent der jeweils fälligen Mindestzahlung pro Saison. Die Garantie muss zum 1. Januar des Jahres von einem renommierten Finanzinstitut für die darauf folgende Saison gestellt werden. Zusätzlich sind die künftigen Rechteinhaber wie bisher verpflichtet, Lizenzzahlungen mit entsprechenden Garantien abzusichern. Damit werde die Bundesliga über die beste finanzielle Absicherung in ihrer Geschichte verfügen, um einen reibungslosen Spielbetrieb und den sportlichen Wettbewerb zwischen den Clubs nachhaltig zu sichern.

Die Ausschreibung der Rechte für die beiden kommenden Ausschreibungsperioden werde in enger Abstimmung zwischen DFL und der Agentur Sirius erfolgen. Vertragspartner der künftigen Rechteinhaber bleibe wie bisher der Ligaverband. Der Ausschreibungsprozess für die kommende Rechteperiode wird voraussichtlich im Frühjahr 2008 beginnen. Erst dann können auch konkrete Spielplan- und Verwertungsszenarien präsentiert werden.

Zudem wolle die DFL und Sirius mit einem gemeinsamen Unternehmen die Pay-TV-Bilder selbst produzieren. "Dieses Angebot ermöglicht es künftigen Interessenten, die Bundesliga ohne größeren Aufwand und mit geringen Vorab-Investitionen ins Programm zu nehmen - und fördert so den Wettbewerb wie auch die Verfügbarkeit für die Fans. Ziel der DFL und Sirius ist es aber ausdrücklich nicht, eigene Endkunden-Beziehungen aufzubauen.

Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung erklärte: "Das neue Modell ist ein konsequenter Schritt in der Entwicklung der Bundesliga. Die DFL vermarktet künftig nicht mehr nur Rechte, sie übernimmt zusätzlich Produktverantwortung. Dadurch wird die Anzahl der möglichen Bieter deutlich erweitert. Ein qualitativ hochwertiges Bundesliga-Programm bietet den Akteuren im Plattform-Wettbewerb der Zukunft neue Perspektiven.""


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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
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BeitragVerfasst am: 15.10.2007, 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

www.transfermarkt.de vom 14.10.2007:

"DFL-Deal mit Kirch in der Kritik - Unmut in der Bundesliga

In der Bundesliga wächst der Unmut über
den Drei-Milliarden-Deal der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit dem
Medienunternehmer Leo Kirch. Mehrere Vereinsvertreter kritisierten
die Entscheidung der DFL, die Vermarktung der Bundesliga-TV-Rechte
von 2009 bis 2015 an die Kirch-Agentur Sirius zu übertragen. Der
Hamburger SV will nach Angaben der «Bild am Sonntag» den Vertrag
sogar juristisch prüfen lassen. Die Hamburger hatten bei der
Abstimmung als einziger der 36 deutschen Proficlubs gegen die erneute
Zusammenarbeit mit Kirch gestimmt. Auf die Frage, ob er juristisch
gegen den Abschluss vorgehen werde, hatte der HSV-
Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann der «Süddeutschen Zeitung»
(Samstag-Ausgabe) noch mit «Nein» geantwortet.

«Ich stelle grundsätzlich in Frage, ob man das Agenturmodell
braucht. Ich hätte eine Menge Sympathie dafür, alles selbst
auszuverhandeln», bekräftige Hoffmann in der «Süddeutschen Zeitung»
seine Kritik. Er hält es für «komplett falsch», einen Entschluss
dieser Tragweite in solcher Eile durchzuziehen. Die Argumentation der
DFL-Geschäftsführung, dass das Angebot von Kirch bei zeitlicher
Verzögerung kurzfristig zurückgezogen werden könnte, habe sich ihm
nicht erschlossen, so Hoffmann.

Auch Hertha BSC monierte das Agenturmodell und den Verzicht auf
die Ausschreibung der Rechte. «Es ist zu hinterfragen, ob die Kirch-
Agentur die einzige ist, die die Vermarktung der Fernsehrechte
übernehmen kann», erklärte Hertha-Geschäftsführer Ingo Schiller der
«Berliner Morgenpost» (Samstag-Ausgabe). Der Berliner Club hatte sich
mit sechs anderen Vereinen bei der Abstimmung enthalten. 28
Proficlubs stimmten für den Vertrag. «Wir sahen uns außerstande,
wegen der Kurzfristigkeit der Informationen und der wirtschaftlichen
Bedeutung eine Zustimmung zu erteilen», begründete Schiller das
Abstimmungsverhalten.

Neben der langen Laufzeit von sechs Jahren wird bei den Vereinen
vor allem die Verteilung der TV-Honorare kritisch diskutiert. Die
Kirch-Tochter Sirius hat der DFL pro Saison 500 Millionen Euro
garantiert. Dafür muss die Firma eine Bankbürgschaft vorlegen. Wird
beim Verkauf der Rechte mehr Geld erlöst, profitiert davon vor allem
Kirch. Bei einem Betrag bis 600 Millionen Euro kassiert er 90
Prozent, danach ist er mit 50 Prozent beteiligt.

«Sagen wir mal, 2013 generieren wir 750 Millionen Euro. Bei 750
Millionen verdient Kirch 165 Millionen Euro. Die Liga 585. Da hatten
einige Bedenken», erläuterte Eintracht Frankfurts Vorstandschef
Heribert Bruchhagen in der «Bild am Sonntag» ein Rechenbeispiel."


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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
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BeitragVerfasst am: 16.10.2007, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

www.transfermarkt.de vom 16.10.2007:

"DFL handelt schnell - TV-Vertrag mit Kirch bereits unterschrieben

Der umstrittene Vertrag der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit dem Medienunternehmer Leo Kirch ist in trockenen Tüchern. Der Dachverband der 36 deutschen Proficlubs hat den drei Milliarden Euro umfassenden Kontrakt mit der Kirch-Agentur Sirius über die Vermarktung der Bundesliga-Fernsehrechte von 2009 bis 2015 bereits unterschrieben. «Die DFL-Geschäftsführung hat nach Konsultationen des Ligavorstandes den Vertrag unterschrieben, um den weiteren Fortgang des Projekts nicht zu gefährden», erklärte Liga- Präsident Reinhard Rauball in der «Sport-Bild» (Mittwoch-Ausgabe).

Das rasche Handeln des DFL-Geschäftsführers Christian Seifert stieß bei den Befürwortern der Vereinbarung auf große Zustimmung.
«Ich halte es für wichtig, dass die Dinge schnell umgesetzt werden», sagte Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen am Dienstag der dpa. «Herr Seifert hat unser vollstes Vertrauen», betonte der Eintracht-Chef. Den Kritikern des Milliarden-Deals - bei der Abstimmung in der vergangenen Woche hatte nur der Hamburger SV dagegen gestimmt - wurde mit der Unterschrift der Wind aus den Segeln genommen.

Rauball erteilte allen Überlegungen, den Vertrag nachträglich zu annullieren, eine Absage. Wegen eines Verfahrensfehlers soll HSV-Chef Bernd Hoffmann möglicherweise eine rechtliche Überprüfung angedacht haben. «Die Abstimmung hält juristisch vollständig stand, weil eine formale Zustimmung der Vollversammlung nach den Statuten überhaupt nicht erforderlich ist. Wir haben schließlich keine Rechte übertragen, sondern lediglich einen Dienstleister eingeschaltet», sagte der Ligachef.

Offen ist noch, welche Bank die Bürgschaft für das spektakuläre Comeback des Medienunternehmers Kirch übernimmt. Derzeit ist die Commerzbank nach eigenen Angaben mit Kirch in Gesprächen über eine Finanzierung des Vermarktungsgeschäfts. «Unabdingbare Voraussetzung für den neuen Vertrag ist die Erlösgarantie über drei Milliarden Euro seitens unseres Partners. Dazu kommt die Absicherung durch eine doppelte Bankbürgschaft - die der künftigen Rechte-Inhaber und die seitens unseres Vermarktungspartners. Eine solche doppelte Absicherung hat es bisher noch nicht gegeben - plus Erlösgarantie», erläuterte Rauball in einem Interview mit dem Online-Branchendienst fussball500.net.

Die Bankbürgschaft für die Erlösgarantie muss nach DFL-Angaben erstmals am 1. Januar 2009 vorgelegt werden. Den Zeitrahmen bezeichnete Rauball als völlig ausreichend: «Eine Bankbürgschaft in dieser Größenordnung kostet Gebühren zwischen einem und zwei Prozent, warum also sollte die zum Beispiel für Anfang 2013 schon heute gestellt werden?»."


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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
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BeitragVerfasst am: 19.10.2007, 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

www.kicker.de vom 19.10.2007:

"Kompromiss für Sportschau?

Im Hinblick auf die Ausschreibung der TV-Rechte für die Jahre ab 2009 scheint der Pay-TV-Sender Premiere zugunsten der "Sportschau" einzulenken. Gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa) sagte Premiere-Chef Michael Börnicke, Premiere werde im Frühjahr 2008 anders als bei der vergangenen Versteigerung in jedem Fall auch ein ernsthaftes Angebot für ein Modell mit der frühen Bundesliga im Free-TV abgeben.

Allerdings werde dieses Angebot dann aber niedriger sein. Deutlich mehr als die aktuell etwa 250 Millionen Euro pro Saison werde es nur geben, wenn die "Sportschau" auf frühestens 22.00 Uhr verschoben werde. "Das ist unser bevorzugtes Modell." Nach wie vor rechnet sich Premiere dafür gute Chancen aus.

Die Preise will Premiere stabil halten, auch wenn der Sender künftig mehr für die Livespiele zahlen sollte. "Ich halte nichts von Hochpreispolitik. Wir haben ein vernünftiges Preisniveau", so Börnicke.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte in der vergangenen Woche überraschend den einstigen Medienmogul Leo Kirch als Zwischenvermarkter eingesetzt. Kirch garantiert der Liga ab der Saison 2009/10 rund 500 Millionen Euro pro Spielzeit. Er will den Pay-TV-Bietern fertig produzierte Bilder anbieten. Auf diesem Weg soll die Eintrittsbarriere für neue Bieter - wie zum Beispiel Kabelgesellschaften gesenkt werden.

Ein Modell, das Premiere gründlich missfällt. "Unsere Abonnenten wollen die Premiere-Bundesliga sehen mit unseren Moderatoren." Zwar werde Premiere notfalls auch ein fertig produziertes Produkt akzeptieren. "Allerdings ist dieses Produkt dann auch deutlich weniger wert." Es müsse ohnehin noch abgewartet werden, ob das Kartellamt das Bündnis Kirch/DFL akzeptiere."


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