FC Domsen Edeljoker


Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.09.2007 Beiträge: 99
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Verfasst am: 12.10.2007, 19:01 Titel: WM-Qualifikation in Südamerika |
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Buenos Aires - Die Vorboten Weltmeisterschaft 2010 sind auch in Südamerika angekommen.
Die Favoriten Brasilien und Argentinien starten ihren Weg in Richtung Endrunde in Südafrika am Wochenende in Kolumbien bzw. gegen Chile.
"Die WM-Qualifikation ist bei uns viel schwieriger als die Endrunde", meinte Brasiliens Teamchef Dunga, der vor allem vor den Auswärtspartien warnte. "Jeder will Brasilien schlagen. Wir müssen auf alles gefasst sein - auf jede Überraschung und auf jede Schwierigkeit."
Rückkehr ins Maracana
In Bogota dürfte dem Rekordweltmeister am Sonntag von fast 50.000 enthusiastischen kolumbischen Fans ein unangenehmer Empfang bereitet werden, ehe die Brasilianer am Mittwoch gegen Ecuador ihr erstes Heimspiel seit dem Jahr 2000 im legendären Maracana-Stadion von Rio de Janeiro austragen.
"Es ist das Schönste, dort zu spielen. Es sind ganz andere Emotionen, dort das brasilianische Teamtrikot zu tragen", erklärte Weltfußballer Ronaldinho, der gemeinsam mit Kaka ein kongeniales Duo im Mittelfeld bilden soll.
Selecao ohne Torjäger
Doch während Kreativgeister zur Genüge vorhanden sind, fehlte dem amtierenden Südamerika-Meister zuletzt ein echter Torjäger. In den vergangenen Jahren hatte stets Ronaldo diese Rolle bekleidet.
Der Stürmer vom AC Milan ist seit Beginn der Amtszeit von Coach Dunga nach der WM 2006 in Deutschland aber noch nie ins Team berufen worden.
Die Gründe sind anhaltende Verletzungssorgen und latente Formschwäche. Adriano plagen ähnliche Probleme.
"Wir brauchen keinen Stürmer, der alle Tore macht. Im modernen Fußball muss jeder Spieler Tore schießen können und gefährlich sein", betonte Dunga, dem der 3:0-Sieg im Finale der Copa America gegen Argentinien großen Rückhalt gegeben hat.
Riquelme ohne Spielpraxis
Die Argentinier wollen die Schmach mit einer souveränen WM-Qualifikation tilgen. Für die WM in Deutschland hatte sich die "Albiceleste" bereits im Juni 2005 als erstes südamerikanisches Team qualifiziert.
Zum Auftakt am Samstag gegen Chile steht vor allem hinter Juan Roman Riquelme ein Fragezeichen. Der Spielmacher steht nach einem Streit mit seinem Arbeitgeber Villarreal auf dem Abstellgleis und hat seit Monaten kein Pflichtspiel bestritten.
"Er ist anders", begründete Teamchef Alfio Basile, warum er trotzdem auf den 29-Jährigen setzen will. Im Sturm dürften die Jungstars Lionel Messi (20) und Sergio Aguero (19) nebeneinander beginnen.
Ehemaliger Argentien-Coach betreut nun Chile
Brisanz erhält das Duell nicht nur durch die politische und gesellschaftliche Rivalität zwischen den beiden Nachbarländern, sondern auch durch Marcelo Bielsa.
Der ehemalige argentinische Teamchef, der bei der WM 2002 bereits in der Vorrunde gescheitert war, betreut nun die Chilenen.
Bielsa fühlte sich in weiterer Folge in der Heimat unverstanden, reichte 2004 seinen Rücktritt ein und kündigte Revanche an: "Wir werden mit drei Stürmern die Überraschung schaffen."
Im Länderspiel gegen Österreich hatten die Chilenen im September in Wien mit dieser Taktik völlig verdient mit 2:0 die Oberhand behalten._________________  |
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