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Wenn der große Kampf um eine Stadt entbrennt

 
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FC Domsen
Edeljoker
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 06.09.2007
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BeitragVerfasst am: 24.11.2007, 14:56    Titel: Wenn der große Kampf um eine Stadt entbrennt Antworten mit Zitat

Glasgow Rangers - Celtic Glasgow:
Wohl kein Duell weltweit kann dem "Old-Firm-Derby" in punkto Brisanz und Rivalität das Wasser reichen. Wenn Katholiken und Protestanten in Glasgow aufeinandertreffen bleibt kein Stein auf dem anderen. Die Celtics, 1887 von einem irischen Mönch gegründet, repräsentierten nicht nur die Katholiken, sondern unterschieden sich in sozialer Perspektive von den protestantischen Widersachern der Rangers. Während die Ursprünge der Grün-Weißen in den Elendsvierteln zu finden ist, waren die Rangers stets als Nobel-Klub bekannt. Die Grundsätze sind aber durch die Engagements vieler Legionäre weit überholt. An Leidenschaft, Einsatz und Rivalität sind die Begegnungen im Ibrox- bzw. Hampden-Park kaum zu übertreffen. Kein Wunder also, dass Versuche das Derby aufgrund von Krawallen im Umfeld abzuschaffen, zum Scheitern verurteilt waren.

AS Rom - Lazio Rom:
Das ewige Derby in der Ewigen Stadt! Zwischen dem AS Rom, der seit 1927 die Stadt repräsentiert, und Lazio, Vertreter des Umlandes, gibt es seit dem 8. Dezember 1929 keine Freundschaft mehr. Damals kam es zum ersten Duell der römischen Großklubs. Welchen Ausnahmezustand ein Fußballspiel auslösen kann, zeigten erst die kürzlichen Kontroversen im Land des Weltmeisters. Wenn sich die Gelb-Roten, deren Dressen die Stadtgründer Remus und Romulus zieren, und die Laziali gegenüberstehen, ist Vorsicht geboten. Lazio Rom, von einer Gruppe unter einem Unteroffizier der Armee gegründet, kämpft seit Jahren gegen die Rechtslastigkeit an. Umstrittene Stars wie Paolo di Canio machten auf negative Art und Weise auf sich aufmerksam. Solange es friedlich bleibt, zählt das Römer-Derby aber zu den Top-Stadtduellen auf der internationalen Bühne.

Borussia Dortmund - Schalke 04
Wenn Dortmund und Schalke die Klingen kreuzen, fliegen sowohl auf als auch neben dem Platz die Fetzen. Obwohl die beiden Orte Dortmund und Gelsenkirchen 28,450 Kilometer auseinanderliegt, ist die Rivalität weder in Deutschland noch in Europa kaum zu übertreffen. Die noch immer andauernde Rivalität im "Pott" nahm erst im Jahre 1943 seinen Lauf. Die Gelsenkirchner gingen damals als amtierender Serienmeister gegen den Lokalrivalen unter. Seitdem war es zu Ende mit Schalkes Vorherrschaft im Revier. Der Kampf um die Nummer 1 im Ruhrpott war entbrannt. Obwohl dieses Gebiet auch als "Land der tausend Derbys" bezeichnet wird, kann kein Duell mit "Gelb-Schwarz" gegen "Königsblau" mithalten. Auch wenn den Idolen am Platz so gut wie alles verziehen wird: Eine Pleite im Derby sowie ein Wechsel eines Spielers zum Kontrahenten bleiben unvergessen.

FC Liverpool - FC Everton
Das "Merseyside-Derby" stellt im Mutterland des Fußballs alles in den Schatten. Der FC Everton ist seit seiner Gründung im Jahr 1878, damals noch unter dem Namen Team of St. Domingo Congregational Church, einer der traditionsreichsten Klubs überhaupt. Die Kirche rief die "Blau-Weißen" ins Leben um die verbreitete Alkohol- und Wettsucht einzudämmen. Everton wurde zu einem der führenden Vereine des Landes bis der 1892 gegründete FC Liverpool glorreiche Zeiten startete. Was die wenigsten Leute wissen? Everton bestritt zur Anfangszeit seine Heimspiele im heutigen Stadion der "Reds" an der Anfield Road. Liverpool avancierte zwischen 1960 und 1990 zu einer Fußballmacht in England. Die heutigen Duelle können an Brisanz nicht ganz mit den damaligen Titelentscheidung der beiden dominierenden Teams mithalten. Die "You'll never walk alone"-Hymne von "The Kop", der ehrwürdigen Fantribüne Liverpools, lässt Everton in einem Derby ebenso erzittern wie der "Point-of-no-return" in den Katakomben der Anfield-Road. Die Begegnung mit dem FC Everton, der übrigens nie im Stadtteil Everton beheimatet war, wird aber trotz allem aufgrund der gemeinsamen Geschichte als "Derby der Freundschaft" bezeichnet.


Panathinaikos Athen - Olympiakos Piräus
Griechische Derbys sind an Fanatismus, Atmosphäre und Bedeutung kaum zu übertrumpfen. Die Rivalität zwischen den beiden führenden Vereinen in Griechenland basiert auf historischem Hintergrund. Der 1908 gegründete Klub Panathinaikos, was soviel bedeutet wie "Alle Sportarten unter einem Dach für alle Athener", buhlte in den 50er Jahren um die Reedereien in Piräus. Diese unterstützen die Grün-Weißen und verschafften sich selbst Nachteile. Durch diesen Erwerb hatte man Olympiakos Sposoren abgeworben und konnte sich nach beliebn auf dem Transfermarkt austoben. Die Erfolge stellten sich mit der Zeit ein. Der Spott über den unglücklick agierenden Rivalen wurde immer größer, das Verhältnis der Athener Großklubs driftete immer weiter ab. Die jüngeren Duelle erleben vor allem durch die Gewaltbereitschaft griechischer Fans ihre Schattenseiten. Attacken auf Schiedsrichter und Abhör-Affären in der Umkleidekabine prägen auch die Duelle am Platz. Derby-Time in Athen heißt gleichzeitig auch Hochsicherheitsrisiko. Die Rivalität wurde zur Hass. Der Hass entwickelte sich soweit, dass im Herbst 2004 erstmals keine Tickets an die gegnerische Mannschaft abgegeben wurden.

Boca Juniors - River Plate Buenos Aires
"Don't cry for me Argentina!" In Sachen Fußball brauchen die Gauchos keine Träne verdrücken, haben sie doch mit den Boca Juniors und River Plate gleich zwei Hauptstadtklubs der allergrößten Güte. Die Ursprünge beider Vereine finden sich in La Boca, wo der Riachuelo-Fluss in den Rio de la Plata mündet. Die 1905 gegründeten Boca Juniors, welche aufgrund ihrer Abstammung von italienischen Einwanderern noch immer auf Xeneizes (=Genuesen) hören, überließen die Trikotfarben dem Zufall. Blau-Gelb resultiert demnach nach dem ersten Schiff welches nach der Gründung im Hafen einlief. Der Dampfer hatte die schwedische Fahne gehisst. Auf der anderen Seite formierte sich River Plate Buenos Aires aus einem Zusammenschluss von Straßenkickern im Jahre 1901. Ähnlich kurios die Wahl des Klubnamen! Holzkisten, welche im Hafen verladen wurden trugen die Aufschrift "The River Plate" (=Silberfluss) - ein neuer Fußballklub war geboren. Boca steht seit jeher als Vertreter der Arbeiter und armen Leute, während sich River Plate von seinen Wurzeln durch die Ansiedelung in der oberen Mittelklasse immer mehr von seinen Wurzeln entfernte. Die Rivaltität ist demnach keine Überraschung. An Titeln haben beide Teams so gut wie alles gewonnen, die Rot-Weißen halten den Titel des Rekordmeisters. Wenn im Estadio de la Bombonera (=die Pralinenschachtel) oder in River Plates Estadio Monumental die Massen antanzen, heißt es Farben zu bekennen.

Inter Mailand - AC Milan
Beim Mailänder Stadtderby liegt Rivalität und Freundschaft näher zusammen als auf den ersten Blick ersichtlich. Geht es seit Jahrzehnten um die Vorherrschaft in der italienischen Modestadt, teilt man sich unter anderem das selbe Stadion, welches, je nachdem welches Team Heimvorteil hat, anders benannt wird. Auch die Gründungsgeschichte Inters ist eng verbunden mit den Rossoneri. Im Jahre 1908 ließen Spieler und Fußballverrückte ihrem Frust freien Lauf, da sie zwar spielen durften, allerdings kein Mitspracherecht hatten. Die Lösung war naheliegend. Jene Gruppe gründete einen neuen Verein - Internazionale Milano. Der Name geht auf eine Mischung aus Italiern und Schweizern zurück. In den folgenden Jahren folgten Beschuldigungen und Affären die das Verhältnis zwischen den heutigen Erzfeinden weiter vergifteten. Beide Teams versuchten den Gegner mit Titeln auszustechen, der Meistertitel war jahrelang in Mailand gepachtet. Sogar im Nationalteam wurde über die Rivalität nicht hinweggesehen. Jenes Lager, welches den Spielmacher stellte hatte einen Bonus. Seit 1948 regiert sowohl bei den Nerazzuri als auch bei den Milanisti das Geld. Unsummen wurden in neue Spieler investiert, Politiker mutierten zu Drahtziehern. Die Entwicklung hat bis zum heutigen Tag angehalten. Eines ist jedoch klar: Sportlich kommt es im Meazza bzw. San-Siro-Stadion immer wieder zu einem heißen Derby-Tanz.

Galatasaray Istanbul - Fenerbahce Istanbul
Galatasaray oder Fenerbahce? Kein anderer Klub in der Türkei polarisiert mehr als die beiden Teams aus der Metropole Istanbul. "Galas" Geschichte beginnt im Jahr 1905 als der Verein von Studenten des damaligen Galatasaray-Gymnasiums gegründet wurde. Da es sich um eine Eliteschule handelte, wurde hauptsächlich der Nachwuchs sultanstreuer Familien ausgebildet. Noch bis heute gilt der Nobelklub als Vertreter der urbanen Oberschicht und besitzt unter anderem eine Insel (!) im Bosporus. Der Erzrivale Fenerbahce stammt hingegen aus Anatolien und gitl als bürgerlich. Der 1907 gegründete Großstadtklub galt angeblich als Lieblingsverein des Staatsgründers Atatürk und zieht jeden dritten Türken in seinen Bann. Unter den Augen, der als extrem fanatisch bekannten Fenerbahce-Fans, sind die Spieler Helden. Doch Fehler dieser werden unweigerlich bestraft. Die Causa geht sogar soweit, dass der in der Schweiz geborene ehemalige Fenebahce-Spieler Murat Yakin davon sprach, dass man sich im Falle einer Niederlage nicht auf der Straße zeigen durfte. Die Entwicklung in der Türkei ist weit fortgeschritten. Galatasaray, auch bekannt als "Löwen vom Bosporus", schrieben mit dem Einzug in die Champions League 1994 Geschichte. Ein Derby-Sieg zählt aber mehr als alles andere. Wenn das Ali-Sami-Yen oder das Sükrü Saracoglu zum Beben beginnt, stockt allen Anwesenden der Atem.

Manchester United - Manchester City
Wer präsentiert das echte Manchester? Diese Frage stellt sich für Manchester City nicht. Der Hass gilt den "Red Devils", welche sich weltweit zu einem der bekanntesten Teams gemausert haben, den schärfsten Kritiker allerdings in der eigenen Heimatstadt findet. Die United-Stars werden als "Geldsäcke" und "Stolz Singapurs", aufgrund ihres großen Ansehens im asiatischen Raum, genannt. City erreichte nie den Status, den die Jungs aus Old Trafford von Anfang an gepachtet hatten. Auch in diesem Duell kommen religiöse Einflüsse zum Tragen. Die "Citizens", 1887 gegründet, durften sich stets auf die Unterstützung der protestantischen Bevölkerung verlassen, während sich die Rot-Weißen im katholischen Arbeitermilieu größter Beliebtheit erfreuten. Sprunghaftigkeit ist für einen City-Fans kein Thema. Die "Hellblauen" erarbeiteten sich durch Treue und Leidenschaft auf der ganzen Insel Respekt. Trotz mehrerer Ausflüge in untere Ligen war City im Derby immer hellwach. Dies musste ManU des öfteren am eigenen Leib miterleben. Der "Klassenkampf Manchesters" ist für die oft unterschätzten "Citizens" immer noch ein Rettungsanker. Mit zwei Meistertiteln kann man den Mannen aus dem "Theatre of Dremas" nicht die Stirn bieten. Spätestens bei einem Derby-Sieg wird aber der ganze Frust in einen Fangesang gelegt. "Stand up if you hate ManU" drückt die Abneigung Citys klar und deutlich aus. ManU genießt hingegen weltweiten Ruhm und Erfolge am laufenden Band.

West Ham United - Millwall FC
Hass, Rivaltität, Abscheu - Begriffe die an die wirkliche Feindschaft zwischen den beiden Londoner Vereinen nicht herankommt. Beide Kultvereine stammen aus vernachlässigten Stadtteilen in denen der eigene Klub zum Stolz des Bezirkes wurde. West Ham, ein klassischer Proletarierklub ist in Newham, einem der kulturell vielfältigsten Stadtteile Londons, der allerdings von Industrie dominiert wird, beheimatet. Das triste Leben nahe dem Upton Park wird auch in der Klubhymne "I am Forever Blowing Bubbles" deutlich. Von Träumen, die zerplatzen wie Seifenblasen, und Glück, welches sich immer versteckt, ist die Rede. Kein einziger Meistertitel ging bisher auf das Konto West Hams, für die Fans bleiben die "Hammers" aber das einzig Wahre. Als Hauptfeind wurde der FC Millwall auserkoren. Die Entstehung dieser Rivalität ist auf Millwalls Gründung auf der unweiten Isle of Dogs zurückzuführen. Seit 1910 ist der Klub allerdings am gegenüberliegenden Themse-Ufer beheimatet. Sportlich sorgte Millwall nie für große Schlagzeilen. Extrem gewaltbereite Fans, Straßenschlachten, Ausschreitungen und Platzsperren machten die Fans auf der Insel bekannt. Der härteste Kern der Hooligans stammt von den "Löwen" ab. Die Rivalität auf dem Platz schwappte somit immer mehr vom Platz auf das Umfeld über. Wie weit Feindschaft zwischen West Ham und Millwall gehen kann schildert Lexi Alexanders Blockbuster "Holligans" mit Hauptdarsteller Elijah Wood. Frei nach dem Motto der Fans: "No one likes us, we don't care".



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BeitragVerfasst am: 24.11.2007, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

lol die Anfield Road gehörte mal Everton Lachen



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