A.F.C. Wuppertal Nationalspieler

Anmeldungsdatum: 06.09.2007 Beiträge: 352
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Verfasst am: 22.11.2007, 17:26 Titel: |
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www.kicker.de vom 22.11.2007:
"Droht dem HSV die nächste Zäsur?
Mit dem Genießen von Erfolgen tut sich Dietmar Beiersdorfer grundsätzlich schwer. "Zu schnell folgt die nächste Sequenz." Zum Wochenanfang haben Hamburgs Sportchef seine Worte eingeholt. Eben noch gefeiert für den Deal mit Nachwuchstalent Macauley Chrisantus, ist sein Spürsinn schon wieder gefragt.
Ein Nachfolger für Huub Stevens (53), der im Sommer nach Eindhoven geht, muss her. Eine große Lücke, die es zu schließen gilt. Und es könnte nicht die einzige bleiben. Verlässt neben Stevens im Sommer auch Rafael van der Vaart den HSV, steht Beiersdorfer vorm nächsten Neuaufbau.
Droht eine Zäsur wie 2006?
Van der Vaarts Position hat zwar nicht unmittelbar mit Stevens zu tun, ein Verbleib des Superstars aber schien bereits zuvor unwahrscheinlich. Im Winter soll gesprochen werden über eine Vertragsverlängerung. Lehnt er die ab, ist das nahezu gleichbedeutend mit einem Wechsel nach dieser Spielzeit. Wiederholt sich dann das Szenario vom WM-Sommer, als der HSV nach Erfolgen plötzlich ohne Eckpfeiler dastand? Die Bosse bauen vor. Klubchef Bernd Hoffmann verweist auf den Faktor Zeit. 2006 waren die Wechsel von van Buyten und Boulahrouz kurzfristiger, in der Trainerfrage aber bestünde nun Klarheit. "Der frühe Zeitpunkt gibt uns Planungssicherheit. Wir werden zügig, aber ohne Hast nach einem Nachfolger suchen."
Drohen Probleme bis Sommer?
Dass die Erfolgsstory mit dem Niederländer abrupt enden könnte, befürchtet keiner der Protagonisten. Stevens, Beiersdorfer und Hoffmann demonstrieren Einheit. Größten Respekt habe Hoffmann vor Stevens Entscheidung für Eindhoven und seine dort lebende, erkrankte Gattin Toos. "Die Familie steht über allem. Ich hätte genauso entschieden." Auch Beiersdorfer ist sicher: "Wir sind so aufgestellt, dass wir die Saison mit Huub erfolgreich beenden werden." Stevens betont: "Ich will hier noch was erreichen!" Worte, die er schon zweimal mit Leben gefüllt hat. Als er auf Schalke Anfang 2002 seinen Abschied zum Saisonende bekannt gab, war das Team Siebter, holte in der Rückserie noch Platz fünf und den DFB-Pokal. 2005 verkündete Stevens sein Aus in Köln fünf Spiele vor Schluss, stieg am Ende noch als Erster auf. Kraft seiner Autorität ist er in der Lage, einen Spannungsabfall bei seinen Profis zu verhindern.
Wer kann Stevens Lücke schließen?
Aufsichtsrats-Boss Horst Becker strahlt Ruhe aus nach der Sitzung am Dienstag. "Wir haben absolutes Vertrauen in den Vorstand, der im Winter schon eine ideale Lösung gefunden hat - und da war die Situation schwieriger." Aktuell erstellt der Vorstand ein Profil. Dabei geht es um die Frage: Braucht das Team einen Stevens-ähnlichen Typen? Für die Doll-Nachfolge wurde zweimal Hans Meyer (65) kontaktiert. Der Nürnberger aber ist ebenso unter Vertrag wie Hannovers Dieter Hecking (43), der viele Kriterien erfüllt. Frei wäre der in Hamburg lebende Thomas von Heesen (46), HSV-Idol Uwe Seeler wünscht sich Alkmaars Louis van Gaal (56) und könnte damit im Trend liegen - dass ein erfahrener Trainer zum Kader passt, wissen sie in Hamburg seit Stevens."
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