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A.F.C. Wuppertal Nationalspieler

Anmeldungsdatum: 06.09.2007 Beiträge: 352
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Verfasst am: 10.09.2007, 11:05 Titel: Russischer Investor für Carl Zeiss Jena? |
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Und wieder ein russischer Investor, der einen Fussballverein als Spielzeug benutzt... eine weiterhin fragwürdige Entwicklung...
News auf www.kicker.de vom 10.09.2007:
"Jena: Russischer Investor klopft an
Das Millionenspiel
Die russische Alpha Group möchte Carl Zeiss Jena zukünftig mit Millionen beglücken - und dafür knapp die Hälfte der Macht übernehmen.
In den nächsten Tagen stehen noch vier Termine auf dem Programm. Präsident Rainer Zipfel wirbt bei Info-Veranstaltungen persönlich um das Vertrauen der Fans und Mitglieder. Die können am 29. September auf der Mitgliederversammlung entscheiden, wohin die Reise für den Thüringischen Traditionsverein geht. Stimmen Dreiviertel der Mitglieder für die Ausgliederung der Ersten und Zweiten Mannschaft (Oberliga) in die noch zu bildende Spielbetriebs-GmbH, ist der Weg frei für die "Alpha Group Invest Corporation", die 49 Prozent Beteiligung an der GmbH erhält (laut DFL-Statuten muss die Mehrheit beim Verein bleiben) und im Gegenzug bis zu 25 Millionen Euro in den Zweitligisten pumpen will. "Es klingt immer noch wie ein Märchen", sagt Zipfel.
Die Bedenken sind groß, da über die Alpha Group kaum etwas in Erfahrung zu bringen ist. Es soll sich um eine Firma aus Moskau handeln, die ihr Geld mit Immobilien und im Baustoffgewerbe verdient. Ihren Sitz hat sie auf den Britischen Jungferninseln. Eine klassische Briefkastenfirma also. "Wir haben viel und lange geprüft. Es klingt trotz des Sitzes seriös", sagt Schatzmeister Gerald Glöckner. Die Eigentümer der Gruppe heißen Murat Lujanow und Atlan Schischkanow. "Zwei Fußballverrückte", wie Zipfel sagt. Beide suchten mit Hilfe eines Frankfurter Anwaltsbüros einen Verein in Deutschland. Angeblich sollen auch Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden im Rennen gewesen sein - was jedoch auf kicker-Nachfrage dementiert wird. Als "Märchen aus 1000 und einer Nacht" bezeichnet Volkmar Köster, bis Juli Geschäftsführer bei Dynamo, diese Spekulation. "Wir haben mit Partnern Gespräche geführt, auch mit russischen, aber nicht mit der Alpha Group", sagt Aues Schatzmeister Bertram Höfer.
Dass die Alpha Group bei einem Verein wie Carl Zeiss Jena anklopfte und nicht bei einem großen Bundesligisten, liegt auf der Hand. "Wo kommt man mit 20 Millionen unter?", fragt Zipfel, der für diese Saison mit einem Etat von knapp neun Millionen Euro kalkuliert. Die vier bis fünf Millionen Euro, die jährlich aus Russland kämen, würden den Spielraum vergrößern. Hinzu kommt: Welcher Klub ist bereit, die Hälfte seiner Macht abzugeben? Die Alpha Group wird einen von zwei Geschäftsführern der GmbH stellen. "Es wird ein Deutscher sein", kündigt Zipfel an. Trotzdem, Lujanow und Schischkanow sind keine Wohltäter, die aus Spaß Geld in den deutschen Fußball pumpen wollen: Sie visieren die Bundesliga an. Schafft Jena in den nächsten fünf Jahren den Sprung dorthin, würde sich der Vertrag um weitere drei Jahre verlängern. Sollten beide die Lust am Verein verlieren, wäre ein Ausstieg aus der GmbH "nach frühestens drei Jahren möglich", so Zipfel, der zudem betont, dass eventuelle Gewinne in der GmbH verbleiben.
Der Klub erhielt im Übrigen schon im Januar 2007 rund 500000 Euro aus Russland - für die mitt- lerweile abgewanderten Georgier Lomaia und Ashvetia. Beide kamen über die Vermittlung der beiden Russen. Im Sommer wurden mit Kandelaki, Seturize und Oniani drei weitere Georgier geholt. Zumindest beim Letzteren wird dessen Zweitliga-Tauglichkeit hinter vorgehaltener Hand angezweifelt. Im Juli sagte Trainer Frank Neubarth: "Es hat eine große Bedeutung, wenn ein Investor viele Millionen in den Klub pumpt. Da kann ich als Angestellter schlecht widersprechen." Bei vielen Fans geht indes die Sorge vor einer "Georgisierung" um. Mit Revaz Barabadze (18, Dnepr Dnepropetrovsk) wurde soeben der nächste Georgier verpflichtet.
Sollte der Deal mit den Russen tatsächlich in die Bundesliga führen, wird keiner fragen, woher das Geld kam. Doch senken die Mitglieder oder die DFL, die den Fall prüft, die Daumen, würden "unsere Träume und Visionen auf ein gewisses Maß zurückfallen", erklärt Zipfel."
Zuletzt bearbeitet von A.F.C. Wuppertal am 12.10.2007, 17:22, insgesamt einmal bearbeitet |
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A.F.C. Wuppertal Nationalspieler

Anmeldungsdatum: 06.09.2007 Beiträge: 352
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Verfasst am: 19.09.2007, 15:36 Titel: |
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www.kicker.de vom 18.09.2007:
"Carl Zeiss stößt auf Widerstand
Die DFL hat mit energischem Widerstand auf den Einstieg eines russischen Investors bei Carl Zeiss Jena reagiert. "Wir werden den Vertrag in dieser Form nicht akzeptieren", sagte Finanzgeschäftsführer Christian Müller dem "Tagesspiegel" (Mittwoch-Ausgabe).
Jena plant, seine Lizenzspielerabteilung zu einer GmbH auszugliedern. 49 Prozent dieser GmbH will dann ein Bau- und Immobilienunternehmen, hinter dem die beiden russischen Geschäftsmänner Atlan Shischkanov und Murat Lujanov stehen, kaufen. Rund 25 Millionen Euro will die Firma, die ihren Sitz auf den Virgin Islands hat, über fünf Jahre an Jena zahlen. Sowohl die DFL als auch Jenas Mitgliederversammlung am 29. September müssen dem Geschäft allerdings zustimmen. Die DFL sehe den Einstieg mit "großer Skepsis", erklärte Müller, der von der Liga mit der Prüfung des Jenaer Vorhabens beauftragt worden war.
Vor allem der Plan, zwei Geschäftsführer zu installieren, einen von Vereinsseite und einen von Investorenseite, stößt bei der DFL auf Bedenken. "Eine solche Regelung muss genau geprüft werden, weil die Gefahr besteht, dass die Entscheidungshoheit des Vereins gerade in den Kernfragen des Spielbetriebes faktisch ausgehöhlt wird", sagte Müller.
Für den Fall, dass der Klub trotz DFL-Bedenken den Vertrag unterzeichnen werde, kündigte Müller im Tagesspiegel Maßnahmen an, die vom Ausdruck des Missbehagens bis hin zum Lizenzentzug reichen könnten."
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Pirates 1996 Doppelpass Co-Chef
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.09.2007 Beiträge: 51
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A.F.C. Wuppertal Nationalspieler

Anmeldungsdatum: 06.09.2007 Beiträge: 352
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Verfasst am: 21.09.2007, 21:30 Titel: |
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| Pirates 1996 hat folgendes geschrieben: |
ich wäre dafür diese reglung zu kippen!
in england ist sowas ja gang und gebe vereine zu kaufen, denke das sollte man hier auch ändern! |
Warum?
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A.F.C. Wuppertal Nationalspieler

Anmeldungsdatum: 06.09.2007 Beiträge: 352
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Verfasst am: 25.09.2007, 11:44 Titel: |
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www.kicker.de vom 24.09.2007:
"Kooperationsvertrag abgelehnt
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat weite Teile des vom FC Carl Zeiss Jena angestrebten Kooperationsvertrages mit der russischen "Alpha Investment Group" abgelehnt. In einer Mitteilung des Liga-Verbandes vom Montagnachmittag heißt es: "Mit Blick auf die Statuten, denen sich auch der FC Carl Zeiss Jena unterworfen hat, wurde dem Club dringend nahe gelegt, zahlreiche Passagen grundlegend zu ändern."
Nach Angaben von Christian Müller, Geschäftsführer der DFL, sei es vor allem " um Entscheidungskompetenzen im sportlichen Bereich" gegangen: "Die Liga-Statuten schließen aus, dass ein Minderheitsgesellschafter in irgendeiner Form die Politik, insbesondere die Personalpolitik, eines Lizenznehmers bestimmt."
Jena habe im Anschluss signalisiert, mit der Investmentgruppe Gespräche über eine Änderung der bemängelten Passagen sprechen zu wollen.
Darüber hinaus hat die DFL "mehr Transparenz" im Hinblick auf den potentiellen Investor, über dessen Hintergründe und Motive in den Medien bereits spekuliert wird, gefordert. "Die DFL wird daher die weitere Entwicklung in Jena, die sich im grundsätzlichen Spannungsfeld von Vereinsautonomie und Verbandshoheit bewegt, kontinuierlich und mit größter Wachsamkeit beobachten", so Müller.
Jena will den Investor mit 49 Prozent an seiner Spielbetriebs-GmbH beteiligen will. Zudem ist angedacht, dass die Alpha Group einen von zwei Geschäftsführerposten der GmbH besetzen wird."
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